Vor­läu­fig letz­te Aus­fahrt: Saar­brü­cken

Am Freitag, den 29. November 2019, war es soweit: Ümit Koşan und Wilfried Kruse – zwei Mitglieder des Ausstellungsteams – reisen an: im Rahmen der Eröffnung des neuen Zentrums von Haus Afrika in Saarbrücken verabschiedet sich die Ausstellung. Sie war fünf Monate im Saarland.

Begonnen hatte alles in Lebach, eine halbe Autostunde von Saarbrücken entfernt, Standort der saarländischen Erstaufnahmeeinrichtung.
In der Schule, die von der Einrichtung fußläufig erreichbar ist und von daher eine große Zahl von Kindern von dort als Schüler*innen hat, wurde die Ausstellung einen Monat lang gezeigt.
Das war Anlass, auch die samo.fa – Dialogkonferenz in Lebach abzuhalten und sie mit einem Besuch der Ausstellung zu kombinieren. Als neue Besucher sah die Ausstellung auch eine große Gruppe von Soldat*innen aus dem dortigen Bundeswehrstandort.

 

Dann nach Saarbrücken. In den Sommermonaten konnte die Ausstellung an zwei Orten besichtigt werden: am alten Standort von Haus Afrika und – wenige Gehminuten entfernt – in der Galerie N.N. in der Nauwieser Straße; beides mitten im Zentrum von Saarbrücken. Im Kino in der Nauwieser Straße gab es dann als eine von mehreren Begleitveranstaltungen im August eine Nacht mit Filmen über Einwanderung. Der Umzug von Haus Afrika in neue Räume machte dann auch den Umzug der Ausstellung nötig, nur eine Straßenbahnhaltestelle weiter. Dort, im neuen Zentrum von Haus Afrika, war genügend Platz, um die Ausstellung in einem großen Raum komplett zu zeigen. Auch hier wieder Führungen und Begleitveranstaltungen: u.a. „Jungsein in Saarbrücken“, ein Diskussionsabend mit der Leiterin des Jugendamts des Regionalverbands, und „Ein Blick über die Grenzen“ mit einem Vortrag eines Experten von der Université de la Lorraine in Metz über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Einwanderung in der Großregion Lothringen, Luxemburg und Saarland, die historisch vor allem durch Kohle und Stahl geprägt war.

 

Nun ist die Ausstellung gut in einem Container verpackt und im Depot. Ob ihre Wanderschaft weitergeht, ist offen.

WK 01.12.2019

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