Tschö Ga­ra­th! „Ha­s­an und die En­kel“ ver­ab­schie­den si­ch aus Düs­sel­dorf

Wochenlang war die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ bei Kin-Top in der Fußgängerzone von Düsseldorf-Garath zu sehen. Mit großem Erfolg. Nicht nur viele Nachbarn schauten hinein, auch der Oberbürgermeister war da. Es gab gut besuchte Begleitveranstaltungen und eine ganze Reihe von Führungen für Vereine und Schulklassen.
Was besonders wichtig war: Die Ausstellung öffnete sich der Einwanderung aus Osteuropa und unterstrich damit noch einmal: Migration hat viele Gesichter.
Und: Das Ankommen und das Heimisch-Werden fällt niemandem leicht. – Aber auch von unschönen Vorkommnissen ist zu berichten: nämlich von Zerstörungen an den Außenseiten der Ausstellungsräume.
Das politische Klima ist seit 2015 rauer geworden: das spüren auch unsere Partnerinnen und Partner in Garath.

Die Ausstellung endet mit einer Abschlussveranstaltung am Montag, den 13. November 2017 um 18 Uhr im Salon der Kulturen, Fritz-Erler-Str.14, in Garath. Zunächst wird der Dokumentarfilm „Gastarbeiter in Grevenbroich. Interviews mit der 1. bis 3. Generation“ vorgeführt; beim anschließende Gespräch ist der Filmemacher Oğuz Ugur anwesend. Filmvorführung und eine kurze Diskussionsrunde zum Film gehen nahtlos in die Abschlussdiskussion mit einem der Ausstellungsmacher und Arbeitssoziologen Dr. Wilfried Kruse über, in der die Teilnehmer ihre Gedanken, Anregungen und Kritik zur Ausstellung äußern können. Im Zentrum des Gesprächs soll die Frage stehen: Migration als Teil unserer gemeinsamen städtischen Geschichte und Gegenwart – Und wo ist sie in den städtischen Erinnerungsräumen?

WK 10.10.2017