Klei­nes Fa­mi­li­en­tref­fen bei „On­kel Ha­s­an“ im Jun­gen Mu­se­um

In den letzten Monaten haben sich viele Menschen die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ angesehen, die – von Dortmund aus ‚auf Reise‘ geschickt – bis zum 29.1.2017 im Jungen Museum in Hagen zu sehen ist.

Die Verknüpfung und Kontrastierung des Blicks auf die 1. Generation der Arbeitsmigranten mit dem Leben der jungen Leute, die hier aufgewachsen sind, ist eine der Besonderheiten der Ausstellung; eine andere ist, dass sie sich den verschiedenen Arten von Migration öffnet: der nicht angeworbenen Arbeitsmigration, des politischen Exils und zu den Geflüchteten, die neu hier angekommen sind. Es ist also eine Ausstellung, die Gegenwart und Zukunft mit Erinnerung verbindet.

Am Nachmittag des vorletzten Tages in Hagen – also am 28.1.2017 – bekam die Ausstellung noch mal einen besonderen Besuch: Ein Dutzend Verwandte von Hasan kamen zusammen, ein kleines Familientreffen also. Sie wurden von Museumsdirektor Dr. Tayfun Belgin begrüßt, der noch hervorhob, dass gerade die Verknüpfung von Geschichte und Aktualität von Einwanderung einen besonderen Reiz der Ausstellung

ausmacht. Sie seien sehr froh gewesen, dass diese Ausstellung in ihrem Museum zu Gast war. Prof. Angela Paul-Kohlhoff, die sich im Team der Ausstellungsmacher_innen vor allem auch eine Vielzahl von Führungen durchführte, berichtete aus ihren Erfahrungen. Als „Überraschungsgast“ war Bayram Bahar, Betriebsrat bei ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren aus Hohenlimburg zusammen mit Kollegen dabei. In dieser Autofedernfabrik war Hasan sein ganzes Arbeitsleben in Deutschland tätig. Bayram und die anderen haben ihn persönlich gekannt. Viele Informationen über die Hasans Arbeitswelt, die in der Ausstellung verarbeitet wurden, stammen von ihnen.

WK 3.2.2017