Ha­s­an in Pan­kow: An­kunft und Be­geg­nun­gen

Foto: Klaus Kohlmeyer

Am Donnerstag, den 14. Dezember 2017, war es dann soweit: Mehr als 100 Personen – unter ihnen viele Menschen mit Migrationsgeschichte –  waren am frühen Abend dabei, als die Ausstellung eröffnet wurde. Sie hat zwei Teile: zum einen ist ein großer Teil von „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ zu sehen, zum anderen – und in Verbindung damit – Fotos, Dokumente und Texte zur Einwanderung in den Bezirk Pankow.

Am Aufbau dieses zweiten Teils, der nach einer insgesamt kurzen Vorbereitungszeit gezeigt wird, war noch bis kurz vor der Eröffnung gearbeitet worden – aber alles war an seinem Platz, als die ersten Besucher*innen kamen. Über diesen zweiten Teil berichtete die Berliner Zeitung unter der Überschrift „Multikulti-Bezirk Bezirksmuseum zeigt Ausstellung zu Migration in Pankow“ ausführlich (Artikel auf https://mobil.berliner-zeitung.de/)
Bezirksbürgermeister Sören Benn machte in seinem Grußwort deutlich, wie stark der Bezirk Pankow – um Grunde eine Großstadt mit annähernd 400.000 Einwohner*innen – noch stärker als in der Vergangenheit zu einem Einwanderungsort geworden sei. Er – wie auch Integrationsbeauftragte Niewiedzial und Museumsleiter Roder nach ihm – betonten, dass das Angebot aus Dortmund und vom Vorhaben samo.fa, die Hasan-Ausstellung in Pankow zu zeigen, als wichtige Anregung aufgegriffen werde, sich intensiver und systematischer als bisher mit der Aufarbeitung, Dokumentation und Ausstellung der Migrationsgeschichte des Bezirks zu befassen – und dies in enger Zusammenarbeit mit den dort lebenden Migrant*innen und ihren Organisationen.

Dies war auch ein Punkt, den Ümit Koşan – neben Wilfried Kruse und Angela Paul-Kohlhoff Mitglied des aktuellen Teams der Ausstellungsmacher – besonders hervorhob: „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ sei eine der wenigen Ausstellungen über Einwanderung, die von Migrantenorganisationen selbst initiiert und wesentlich mitgestaltet wurde. Er erzählte davon, wie sich die Ausstellung von der ersten Idee bis heute immer weiterentwickelt und dann Blickpunkten und Perspektiven hinzugewonnen habe – und heute auch als eine Ausstellung gesehen werden könne, in der in vielfältiger Weise Flucht, Asyl und Exil als wichtige Weisen von Migration vorkomme.

Den Bogen zwischen dem Start der Ausstellung 2015 in Dortmund und ihrer Ankunft in Pankow schlug ein Brief des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau, den Bezirksbürgermeister Benn zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung verlas. Dort heißt es u.a.:„Als Schirmherr der Ausstellung wünsche ich „Hasan in Pankow“ viele Besucherinnen und Besucher und Ihnen, dass es Ihnen mit der Ausstellung so ergeht wie uns: sie hat wirklich dazu beigetragen, die jüngere Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Gemeinwesens als gemeinsame Sache aller zu verstehen.“

WK 20.12.2017