Ein­wan­de­rung aus dem Os­ten: Ein wich­ti­ges The­ma in Ga­ra­th

Garath ist ein Düsseldorfer Stadtteil mit einem großen Anteil von Menschen, die selbst oder deren Familien aus osteuropäischen Ländern kommen. Es sind Spätaussiedler-Familien, oder auch jüdische Migranten und Flüchtlinge. Allein der Zuzug von (Spät-)Aussiedlerinnen und Spätaussiedlern aus verschiedenen osteuropäischen Ländern zwischen 1990 und 2011 ging in die Millionen, wie das auf ganz Deutschland bezogene Schaubild zeigt:

In Garath finden wir also eine stark durch Einwanderung aus dem Osten geprägte Umgebung vor, in die nun die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ hineingesetzt ist. Zwar ist die Ausstellung weit zu allen Typen und Formen von Migration geöffnet, aber ihr schon ihr Titel und einer ihrer Schwerpunkte, nämlich Arbeitsmigration, zeigen an, dass die türkische Einwanderung ein wichtiges, beispielhaftes Thema ist.

Es gibt also die Herausforderung, eine Zusammenschau zu versuchen, nämlich beides unter dem Oberbegriff „Einwanderung“ zu verstehen und nicht nur Unterschiede zu betonen, sondern auch Gemeinsamkeiten ausfindig zu machen. Das geschieht sehr selten; die „Hasan“ – Ausstellung in Garath ist hierfür eine Chance. Deshalb wurde die Einwanderung aus dem Osten auch in die Ausstellung hineingenommen: sie wird durch Aufsteller aus einer anderen Ausstellung zitiert.

Und am 13. Oktober um 18 Uhr wird es hierzu eine Begleitveranstaltung geben.
Thema: Angekommen oder fremd geblieben? Über gelungene und gescheiterte Zuwanderung aus dem östlichen Europa.

WK 27.9.2017