Das Be­gleit­pro­gramm Dort­mund

Dienstags bei Hasan und den Enkeln
Bis 28.02.2016

 

Stand: 18.02.2016

Begleitprogramm zur Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ vom 16. August 2015 bis 28. Februar 2016 im Hoesch Museum und im Haus der Vielfalt

Archiv von August – Dezember 2015 mit älteren Programmen

 

Dienstag, 12. Januar 2016 -18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Jubril Sulaimon: Wahre Lüge. Theaterstück
zusammen mit der AWO Arbeiterwohlfahrt Dortmund

Dienstag, 19. Januar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund, U-Bahn Ofenstraße:
Lesung:  Yüksel Pazarkaya & Selim Özdoğan 
zusammen mit dem Literaturhaus Dortmund und der Robert-Bosch-Stiftung

Dienstag, den 26. Januar 2016 – 15 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Karibuni Regenwaldkonzert
zusammen mit dem Kulturbüro Dortmund und dem NRW-Kultursekretariat
insbesondere für Kinder gut geeignet

Samstag, 30. Januar 2016 – 15-18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Abschlusspräsentation des Mitmachprojekts

Samstag, den 30. Januar 2016 – 18:30-21 Uhr im Info- Center Westfalenhütte:
Arbeit, Würde, Arbeitsmigration: Ein Öffentliches Gespräch
zusammen mit der AWO Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Dortmund

Sonntag, den 31. Januar 2016 – 13:30-20:30 Uhr
Treffpunkt am U, dann Haus der Vielfalt:

Ein langer Nachmittag bei den Enkeln
zusammen mit dem Stadtjugendring Dortmund

Dienstag, den 2. Februar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Niemand geht ohne Grund: Sri Lanka – Tamilische Jugendliche erzählen

Dienstag, den 9. Februar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Songs of Gastarbeiter – AYKU
zusammen mit dem Kulturbüro Dortmund

Samstag, den 13. Februar 2016 – 17 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Hatice Akyün: Was ist Heimat & Einmal Hans mit scharfer Sauce

Dienstag, den 16. Februar 2016 – 19 Uhr in der Auslandsgesellschaft, Steinstraße 48, 44147 Dortmund – U-Bahn-Station Hauptbahnhof (Eintritt frei):
Griechenland: Auswanderung – Einwanderung – Auswanderung – Durchwanderung
zusammen mit der Auslandsgesellschaft NRW

Sonntag, 28. Februar 2016 – ab 17 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Wie weiter, Onkel Hasan? Der lange „Wie weiter?“ Abend.
Gespräch: Und wie weiter?
Mit Stadtdirektor Jörg Stüdemann, Dr. Rainer Ohliger (Berlin) und anderen
Konzert: Weltmusik – Kapelsky & Marina
Ausklang: Trans Orient Orchestra
zusammen mit dem Kulturbüro Dortmund und dem NRW Kultursekretariat

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Dienstag, 12. Januar 2016 -18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Jubril Sulaimon: Wahre Lüge. Theaterstück

Ein Mann zwischen zwei Identitäten, zwischen Wahrheiten, zwischen Arm und Reich und vor allem zwischen Leben und Tod. Er weiß, wer er ist, aber kann nicht sein, wer er will: „Ich lebe, also fliehe ich. Ich fliehe, also bin ich. Nett, mich ich hier zu sehen.“ Mit viel Glück in Europa angekommen, erwartet ihn die EU-Passkontrolle – dargestellt als Streitgespräch der zwei Pässe / Identitäten, die er sich notgedrungen zugelegt hat. Er will nicht mit der falschen Identiät weiterleben. Wenn er aber seinen echten Pass beansprucht, so wird sein Asylantrag abgelehnt und er muss wieder zurück in das Horror-Szenario seiner Heimat. Sehnsuchts- und angstvolle Rückblicke in die verlorene Heimat, Bemühungen um Integration in der neuen Umgebung – so erleben wir ein Theaterstück über einen Mann, der seine katastrophale Heimat als verlorenes Paradies bezeichnet. Jubril Sulaimon verkörpert mit spielerischer Leichtigkeit verschiedene Charaktere und schafft durch groteske Überzeichnung humorvolle Elemente. Die ihm eigene poetische Sprache wird durch Yoruba-Songs und Tanz bereichert.

Foto-Sulaimon

Seit 23 Jahren arbeitet Jubril Sulaimon in Deutschland. Als Schauspieler stand er auf allen großen Bühnen der Bundesrepublik, als Autor, Regisseur und Geschichtenerzähler setzt er immer wieder spannende Akzente. Momentan spielt er in Mülheim am Theater an der Ruhr in der Produktion „Rückkehr in die Wüste“.

Dauer des Stückes ca. 60 Minuten

Begrüßung: Gerda Kieninger, MdL, Vorsitzende des AWO Unterbezirks Dortmund

Gemeinsam mit: Awo-Unterbezirk-Do

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Dienstag, 19. Januar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund, U-Bahn Ofenstraße:

Selim Özdoğan & Yüksel Pazarkaya:  Zwei Generationen Literatur mit Migrationsgeschichte

Literatur ist im Begleitprogramm zur Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ unverzichtbar. Dank der Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Dortmund sind an diesem Abend zwei der ganz Großen der deutsch-türkischen Literatur zu Gast.

Yüksel Pazarkaya, geboren 1940 in Izmir

1958 kam er zum Studium der Chemie nach Stuttgart, das er 1966 abschloß. Danach Studium der Germanistik, Promotion zum Dr. phil. 1972. Tätigkeit als Fachbereichsleiter an der Volkshochschule in Stuttgart.

Yüksel Pazarkaya. Foto: kitapfilmhaber.blogspot.com

Von 1986 bis 2002 Redaktionsleiter beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, unterbrochen 1994 durch einen Aufenthalt in den USA als Writer in Residence an der Washington  University St. Louis. Seit 1960 schreibt er Gedichte auf türkisch und deutsch. 1980–82 Herausgeber der zweisprachigen Zeitschrift Anadil. Im Frühjahr 2000 hatte er die Chamisso-Poetik-Dozentur an der TU Dresden inne, seit 2003 lebt er als freier Schriftsteller in Bergisch-Gladbach. Einige seiner Werke: „Utku oder Der stärkste Mann der Welt. Zweisprachig“, München und Wien 1974, „Heimat in der Fremde? Drei Kurzgeschichten“, Berlin 1979 Der Babylonbus. Gedichte. Frankfurt am Main, 1989, Ich und die Rose. 2002,.Odyssee ohne Ankunft. 2004.2006 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Çanakkale. 2010 wurde sein Theaterstück »40 yıl – dile kolay oder 40 Jahre – leicht gesagt« am Gallus-Theater in Frankfurt am Main aufgeführt.

Selim Özdoğan, geboren 1971 in Köln-Mülheim

Selim Özdoğan ist ein deutscher Schriftsteller türkischer Herkunft. Özdoğan wuchs zweisprachig auf. Nach dem Abitur (Hölderlin-Gymnasium) studierte er Völkerkunde, Anglistik und Philosophie, brach sein Studium jedoch ab. Seit 1995 ist er als Autor tätig.

Foto: literaturpflaster.com
Selim Özdoğan. Foto: literaturpflaster.com

Sein erstes Buch, der Roman Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist (1995), gilt als Kultbuch. 1996 erhielt Özdoğan den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler und 1999 nach weiteren Werken den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Özdoğans vierter Roman Im Juli (2000) basiert auf dem Drehbuch des gleichnamigen Kinofilms von Fatih Akın. Sein 2005 veröffentlichter Anatolienroman Die Tochter des Schmieds wiederum spielt eine Rolle in Akıns 2007 erschienenem Film Auf der anderen Seite. Sein Buch Zwischen zwei Träumen wurde für den Deutschen Science Fiction Preis 2010 als bester Roman nominiert. 2016 erscheint von ihm ein Roman mit einem Titel, wie für unsere Ausstellung erfunden: Wieso Heimat, ich wohne zur Miete.

Selim Özdoğan über Yüksel Pazarkaya zu dessen 75. Geburtstag: „Auf die Frage, ob er beim Schreiben eher rational oder emotional vorgehe, hat Pazarkaya einmal geant­wortet: Kann man das trennen? Diese Gegenfrage ist aus einem Gleichgewicht heraus gestellt, aus einer Ausge­wogenheit, die man nicht behaupten kann. Pazarkaya ist kein Autor, der in Grenzen denkt. So hat er zwar immer auch über Migrationsthemen ge­schrieben, sich aber nie darauf festlegen lassen. Je mehr er es schafft, scheinbare Gegensätze und Widersprüche in sich zu vereinen und ein Gleichge­wicht zu halten, wo andere in Extreme kippen, je mehr Kulturen, Sprachen, Ansätze, Perspektiven er in sich vereinigt, desto mehr leuchtet er als lebendes Exempel eines offenen Menschen.„

Gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung in  Zusammenarbeit mit dem

literaturhaus.dortmund

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Dienstag, den 26. Januar 2016 – 15 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Karibuni Regenwaldkonzert – Achtung Beginn um 15 Uhr

KARIBUNI bedeutet »Willkommen« in der afrikanischen Sprache Kiswahili. Genauso nannten Josephine Kronfli & Pit Budde ihre Gruppe, mit der in Deutschland erstmals das Konzept einer »Weltmusik für Kinder« realisiert wurde. KARIBUNI Mitmachkonzerte wenden sich an die ganze Familie, sind lebendig, fordern Kinder und Eltern auf mitzumachen, zu singen, zu tanzen.

Spielerisch tauchen nicht nur die Kinder in fremde Welten und Kulturen ein. Ein Markenzeichen der Gruppe: die Lieder werden in den Originalsprachen und ihren deutschen Übertragungen gesungen; an jedem Programm sind MusikerInnen der entsprechenden Kulturen beteiligt. Die Musik bildet eine lebendige Mischung aus authentischen Klängen und Melodien, so aufgearbeitet, dass die Kinder spielerisch Aspekte »fremder« Kulturen lernen und in der Lage sind »fremde« Lieder in der eigenen Sprache zu singen. Im Programm wird

Foto: Mönchengladbach.de
Foto: Mönchengladbach.de

 

Lieder und Klänge aus dem Regenwald

Nicht nur die Kinder sind fasziniert von den vielen Tieren und Pflanzen des Regenwaldes. Jeder kennt Jaguar, Orang Utan, Gürteltier, die bunten Kolibris, Lianen und vielleicht sogar die Würgfeige. Doch wie klingt es im Regenwald? Welche Musik spielen die Regenwaldvölker? Musik spielt in den Regenwäldern eine große Rolle und zu fast jeder Zeit vermischen sich Lieder mit dem Gesang des Dschungels. Viele Legenden und Geschichten verbinden sich mit dem Klang der Instrumente und der menschlichen Stimme.

Eines der wichtigsten Instrumente ist das Wasser, auf dem die Menschen trommeln und zu dessen Klang sie singen. Die Gruppe KARIBUNI hat für ihr neues Programm Lieder und Klänge aus den Regenwäldern dieser Erde gesammelt und mit heimischen Instrumenten wie Gitarre und Flöte verbunden. So ist eine Musik entstanden, die es den Kindern ermöglicht Melodien und Lieder aufzunehmen, selbst zu singen und zu tanzen. Es sind Tierlieder, Spiellieder und Tänze aus so verschiedenen Regionen der Welt wie Lateinamerika, West-Kanada, Zentralafrika und Äthiopien. Entstanden ist ein Mitmachkonzert für Kleine und Große, das spielerisch in die Welt der Regenwälder entführt.

zusammen mit dem NRW-Kultursekretariat und dem

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Samstag, 30. Januar 2016 – 15-18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

„Ich und Onkel Hasan“: Kinder und Jugendliche führen durch die Ausstellung

Abschluss-MitmachprojektDie Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ im Hoeschmuseum und im „Haus der Vielfalt“ handelt von der Einwanderung nach Dortmund. Nun gibt es die Gelegenheit, sich die Schau aus Sicht von Kindern und Jugendlichen präsentieren zu lassen. Unter dem Motto „Ich und Onkel Hasan“ bieten sie am Samstag, 30. Januar zwischen 15 und 18 Uhr Kurzführungen durch die Ausstellung im Haus der Vielfalt an der Beuthstraße und zeigen einen eigens getexteten und gefilmten Rap-Song über die Schau. Die Kinder und Jugendlichen wurden seit September 2015 zu Museumsführern ausgebildet. Das Programm wurde vom Deutschen Museumsbund in Berlin gefördert. Bei leckerem Essen können die Besucherinnen und Besucher mit den jungen Experten ins Gespräch kommen.

Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ läuft noch bis zum 28. Februar im Hoeschmuseum und im „Haus der Vielfalt“ an der Beuthstraße. Die letzten öffentlichen Führungen sind am 28. Februar, 12 Uhr im Hoesch Museum und um 14 Uhr im Haus der Vielfalt.

Anmeldung unter Tel. 862 59 17.

Kommen Sie vorbei!

Monika Lahme-Schlenger & Lisa Taubert
Projektleitung

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Samstag, den 30. Januar 2016 – 18:30-21 Uhr im Info- Center Westfalenhütte, U-Bahn Westfalenhütte

Arbeit, Würde, Arbeitsmigration: Ein öffentliches Gespräch

Foto: glaube-und-kirche.de
Foto: glaube-und-kirche.de

Würde ist unteilbar: sie gilt für Männer wie für Frauen, für Junge wie für Ältere, für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Im Hinblick auf die tatsächliche Lage allerdings gibt es viele Ungleichheiten und es gibt Verhältnisse, die mit Würde in der Arbeit wenig zu tun haben.

Das öffentliche Gespräch verengt deshalb die Frage nach Würde in der heutigen Arbeitswelt nicht auf die Situation arbeitender Migrantinnen und Migranten, verliert diese aber auch nicht aus dem Blick. Eine Bestandsaufnahme zur Lage der Würde in der Arbeitswelt soll über die Schärfung dessen, was heute unter Würde verstanden werden muss, zu der Frage führen, ob  z.B. ein kommunales Leitbild zu würdevoller Arbeit einen Sinn machen würde.

In diesem öffentlichen Gespräch wird erörtert, welchen Stellenwert Würde in der Arbeitswelt hat und haben muss, worum es dabei vor allem geht und wie sie zu achten und zu stärken ist.

Foto Alex Völkel
Foto: Alex Völkel

TeilnehmerInnen sind Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Prof. Dr. Willi Pöhler, Deniz Utlu vom Deutschen Institut für Menschenrechte, Marco Bülow MdB und Jutta Reiter, DGB – Regionalvorsitzende. Für die AWO Dortmund wird ihre Vorsitzende, Gerda Kieninger, am Schluss eine Erklärung abgeben.

Vor dem öffentlichen Gespräch besteht die Möglichkeit ab 16 Uhr die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ im Hoesch Museum zu besichtigen.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter Tel. 02 31 . 99 340.
Die Veranstalter behalten sich vor, Mitglieder von rechtsextremen Organisationen sowie Menschen, die durch Agitationen gegen Flüchtlinge und Zuwanderer aufgefallen sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verweigern bzw. sie von der Veranstaltung auszuschließen.

zusammen mit der AWO Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Dortmund Awo-Unterbezirk-Do

Hinweis: Ein ausführlicher Bericht mit einer Fotostrecke findet sich auch bei: Nordstadtblogger.de.

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Sonntag, den 31. Januar 2016 – 13:30-20:30 Uhr
Treffpunkt am U,
dann Haus der Vielfalt Beuthstr. 21, 44147 Dortmund, U-Bahn Ofenstraße

Ein langer Nachmittag bei den Enkeln – Eine Demonstration für den Plural von Heimat und gegen Nationalismus: ‚Botschafter’ und ‚Enkel’ gemeinsam

Im Ausstellungsteil „Die Generation der Enkel. aufgewachsen in Dortmund“ im Haus der Vielfalt wird auf sie hingewiesen: auf die „Botschafter der Erinnerung“. Das sind junge Leute, die hier in Dortmund die Erinnerung an den Holocaust wach halten, um Nationalismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu verhindern. Eine Botschafterin oder ein Botschafter der Erinnerung engagiert sich – so heißt es in dem Ernennungsschreiben des Oberbürgermeisters  „für die Menschenrechte und gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Im Rahmen schulischer und außerschulischer Aktivitäten der Erinnerungsarbeit hat sie sich aktiv damit auseinandergesetzt, wohin die barbarische Missachtung der Menschenrechte führt. Als Botschafterin der Erinnerung entscheidet sie sich für das Leben, tritt ein für die Menschenrechte und wahrt so das Vermächtnis der letzten Holocaust Überlebenden.“

Die jungen Leute aus der „Botschafter“ – Gruppe teilen also viele Überzeugungen und Haltungen mit der Gruppe der „Enkel“, die den Ausstellungsteil im Haus der Vielfalt mit gestaltet haben.

„BotschafterInnen“ und „Enkel“ bei der Vorbereitung
„BotschafterInnen“ und „Enkel“ bei der Vorbereitung

Deswegen lag es nahe, etwas gemeinsam zu tun:
Eine Demonstration und ein langer Nachmittag bei den „Enkeln“, sprich: im Haus der Vielfalt. Am Sonntag, den 31. Januar 2016. Um 13.30 Uhr am U, um 15 Uhr im Haus der Vielfalt.
Am U begrüßt Bezirksbürgermeister Friedhelm Fuß. Dann geht es durch das Unionviertel bis zum Haus der Vielfalt in der Beuthstraße. Um Freunde zu treffen und sie einzuladen. Und um zu zeigen, wofür man einsteht.
Am Nachmittag – im Haus der Vielfalt – gibt es spannende Acts und viele Gespräche. Gespräche, in denen es darum geht, Worauf es uns ankommt. Acts von Max im Parkhaus, Improvisationstheater TrauMa und Comedian Pu. Und der Jugendring-Film Chancengleichheit – nur ein Traum?

zusammen mit dem Stadtjugendring Dortmund

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Dienstag, den 2. Februar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Niemand geht ohne Grund: Sri Lanka – Tamilische Jugendliche erzählen

In Deutschland leben ungefähr 60.000 Tamilen, alle sind einst vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka geflüchtet und haben hier ein neues Zuhause gefunden, in Dortmund sind ca. 250 tamilische Familien heimisch geworden.

Seit den 80er-Jahren kämpften Rebellen der hinduistischen Volksgruppe der Tamilen gegen die Zentralregierung, die von der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit der Singhalesen dominiert wird. Mehr als Hunderttausend Menschen fielen diesem Konflikt in drei Jahrzehnten zum Opfer.

Nun wollen die tamilischen Jugendlichen der zweiten Generation erzählen, wie es zum Bürgerkrieg kam, warum ihre Eltern geflohen sind und wie sie Deutschland bei ihrer Ankunft erlebt haben und aktuell erleben. Die tamilische Bevölkerungsgruppe gehört zu den am besten integrierten in Deutschland, sie lernten die deutsche Sprache, sie lernten hier zu leben und sich der deutschen Kultur anzupassen – ohne ihre eigenen kulturellen Wurzeln zu verlieren. Die nächste Generation der Tamilen sieht Deutschland als Heimat.

An diesem Abend möchten sie ihre Kultur vorstellen, ihren Weg von ihrer Welt in unsere Welt beschreiben. Die Zuhörer werden einen interessanten Abend erleben, sie werden Geschichten hören, die noch nie öffentlich erzählt wurden – und am Ende des Abends vielleicht einen neuen Blick auf unsere tamilischen Mitbürger mit nach Hause nehmen.

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Dienstag, den 9. Februar 2016 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Songs of Gastarbeiter – AYKU

Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ (im Hoesch-Museum und im Haus der Vielfalt) wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt und vertieft. Mit Musik, Theater, Lesungen, Diskussionen. In der Ausstellung selbst gibt es schon etwas „auf die Ohren“, nämlich Beispiele des Sounds der 1. Generation der Arbeitsmigranten und der Generation der Enkel. Eine Säule im Haus der Vielfalt erhält die Geschichte des Sounds, der Migration immer begleitet hat. Deshalb ist diese Veranstaltung ein richtiges Highlight:

Songs of Gastarbeiter

Der Berliner Autor Imran Ayata und der Münchner Theatermacher und DJ Bülent Kullukcu – sind AYKU – haben in Archiven gewühlt und Musiksammlungen ihrer Eltern und Freunde durchforstet, um Songs der ersten Einwanderergeneration zu finden.

Ayku
AYKU

Das Ergebnis: Hunderte Lieder Made in Almanya, die von den ersten Jahrzehnten der Einwanderung in Deutschland handeln. Die Songs wandeln zwischen Arabesk, Blues und Disko-Folk, mixen die Sprachen und laden zum Tanzen ein.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung dazu : ” “Es ist ein Schatz, vielleicht der größte, der seit langem in Deutschland gehoben wurde, musikalisch, da man bei den meisten Liedern sofort lostanzen will, aber auch, was die deutsche Einwanderungsgeschichte angeht.”
AYKU machen für uns DISCO.

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Samstag, den 13. Februar 2016 – 17 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund – U-Bahn-Haltestelle Ofenstr (Eintritt frei):

Hatice Akyün: Was ist Heimat & Einmal Hans mit scharfer Sauce

 

Hatice-Akyuen
Hatice Akyün. Foto: wikipedia.de

Hatice Akyün – geboren 1969 in einem kleinen anatolischen Dorf südöstlich von Ankara und mit ihren Eltern 1972 nach Duisburg-Marxloh gekommen –  ist eine der sehr bekannten deutschen Journalistinnen türkischer Herkunft.
Von 2011 bis 2014 schrieb sie im Berliner „Tagesspiegel“ jeden Montag eine Kolumne, die „Meine Heimat“ hieß. Sie schreibt Bücher und Romane, die alle Bestseller wurden: Ali zum Dessert, Ich küss dich, Kismet… Ihr erster Roman Einmal Hans mit scharfer Soße, wurde 2014 verfilmt. 2014 erschien auch ihr Buch Verfluchte anatolische Bergziegenkacke. Oder: Wie mein Vater sagen würde.

Wir freuen uns, dass Hatice Akyün auf ein Nach­mit­tags­ge­spräch zu uns kommt. Sie liest aus Essays und aus ihren Büchern, es gibt eine Gesprächsrunde und es werden Aus­schnitte aus der Ver­filmung (2013) ihres Romans „Einmal Hans mit scharfer Soße“ gezeigt.

Flux-Film
Foto: Flux-Film

Hatice Akyün kommt auch in unserer Ausstellung vor. Auf der Tafel zu Sprache im „Haus der Vielfalt“ wird sie so zitiert:

Die Sprache ist die wichtigste Voraussetzung für ein selbstbestimmtes unabhängiges Leben. Sie ist der Schlüssel dafür, dass wir alle in diesem Land glücklich zusammen leben können. So sehr ich die türkische Sprache, ihren Klang und ihre blumigen Beschreibungen liebe, so liebe ich auch die deutsche Sprache, ihre Präzision und sogar die grammatikalischen Ausnahmen.

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Dienstag, den 16. Februar 2016 – 18 Uhr in der  Auslandsgesellschaft, Steinstraße 48, 44147 Dortmund (Eintritt frei):

Auswanderung – Einwanderung – Auswanderung – Durchwanderung: Schöne Grüße aus Griechenland

Griechen gehörten zur 1. Gene­ration der Arbeits­mi­granten, die nach Dortmund kamen. Viele gingen später zurück. Nun kommen Neue. Das Begleit­programm vertieft und erweitert die Aus­stellung mit Musik, Theater, Lesungen und Dis­kus­sionen: ein Blick auf Grie­chenland — auf Aus­wan­derung, Ein­wan­derung, Durch­wan­derung – ist also mehr als nahe­liegend. Die Aus­lands­ge­sell­schaft Nordrhein-Westfalen mit ihrer stetigen Auf­merk­samkeit für Grie­chenland ist hierfür ein idealer Partner.

Grie­chenland: ein „klas­sisches“ Aus­wan­de­rungsland? Aus­wandern: das war in Grie­chenland Jahr­zehnte lang für viele Menschen ein Ausweg aus wirt­schaft­licher Misere oder poli­tischer Zwangslage. Die Zahl von geschätzten 7 bis 15 Mil­lionen Aus­lands­griechen — bei 11 Mil­lionen Ein­wohnern (2013) in Grie­chenland — gibt einen Eindruck von dem his­to­rischen Gewicht der Aus­wan­derung. Aus­tralien, die USA und auch England waren wichtige Ziel­länder. In den 90er Jahren wurde Grie­chenland zu einem Ein­wan­de­rungsland, vor allem aus Albanien, Rumänien und Bul­garien, aus Russland und später dann aus Afrika; ganze Stadt­viertel in Athen und Thes­sa­loniki waren davon geprägt. In der Folge der Finanzkrise 2008 und der von EU und Weltbank erzwungenen Spar­politik begann eine neue und seither stetig wachsende Aus­wan­derung von Grie­chinnen und Griechen. Nun aber sind es vor allem die gut qua­li­fi­zierten und mobilen jungen Leute, die gehen.

Polizeikontrolle-Omnia-Platz
Polizeikontrolle auf dem Omonia-Platz in Athen, Foto: taz.de

Parallel zur neuen Aus­wan­derung hat sich Grie­chenland zu einem der zen­tralen Ziel einer großen Zahl von Flücht­lingen ent­wickelt. Also: Aus­wan­derung — Ein­wan­derung – Aus­wan­derung – Durchwanderung.
Das Gespräch über Grie­chenland: Aus­wan­derung – Ein­wan­derung – Durch­wan­derung wird ein­ge­leitet von Valter Fissaber aus Athen, Arbeitsmarkt– und Bil­dungs­experte und betroffener und enga­gierter Bürger. Grie­chinnen und Griechen, neu Gekommene, Alt­ein­ge­sessene und hier Geborene ergänzen und erweitern das Bild.

zusammen mit der Auslandsgesellschaft NRW in Kooperation mit Europe Direct Informationszentrum Dortmund und Deutsch-Griechische Gesellschaft

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Sonntag, 28. Februar 2016 – ab 17 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund (U-Banh-Station Ofenstr. – Eintritt frei):

Der lange „Wie weiter?“ Abend.
Musik – Dank – Klangvolle Ausklänge

Am 28. Februar 2016 geht die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ nach etwas mehr als sechs Monaten zu Ende: Vorläufig? Endgültig? Jedenfalls an diesen beiden Standorten und in dieser Form. Ein langer Abend soll Rückblick und Ausblick verbinden und mit einem Weltmusikkonzert die Serie der Begleitveranstaltungen beschließen. Denjenigen, die dabei mitgewirkt haben, dass die Ausstellung entstehen und von vielen Menschen besucht werden konnte, soll gedankt werden. Und für alle dann ein fröhlicher und fetziger musikalischer Ausklang.

Alle, die sich auf die eine oder andere Weise mit der Ausstellung verbunden fühlen – als interessierte Besucher, als Förderer, als Mitwirkende – sind herzlich eingeladen.

Das Programm

17.00 Uhr: Wie es war und ob es weiter geht: Einwanderung als Teil der gemeinsamen städtischen Erzählung. – Die Ausstellung im Gespräch

Ein Rückblick der AusstellungsmacherInnen. Eine Gesprächsrunde, u.a. mit Stadtdirektor Jörg Stüdemann, Migrationsforscher Dr. Rainer Ohliger (Berlin), Dietmar Osses, Arbeitskreis Migration des Deutschen Museumsbunds, und Sandra Vacca, Domid und Universität Köln.

18.30 Uhr: Weltmusik: Kapelsky & Marina

Kapelsky-MarinaKapelsky & Marina, das sind:
Gregor Hengesbach ( Gitarre),
Jan-Sebastian Weichsel (Geige, Mandoline, Bratsche),
Michael Ashauer ( Kontrabass, Percussion),
Marina Frenk (Gesang) und
diesmal auch: Miroslav Nisic am Akkordeon

 zusammen mit
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19.30 Uhr: Ein kleiner Empfang. Mit Büffet, Dank und Gesprächen

20.30 Uhr: Ausklänge mit dem Trans Orient Orchestra

Transorient-OrchestraAndreas Heuser und das Trans Orient Orchestra aus dem domicil sind in Dortmund und weit darüber hinaus ein Begriff.

Unter dem Motto „Der Orient beginnt im Ruhrgebiet“ nimmt das Transorient Orchestra – die interkulturell besetzte Weltmusik-Bigband aus dem Großraum Ruhrgebiet – seine Zuhörer mit auf eine spannende musikalische Reise zwischen Orient und Okzident.

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zusammen mit dem Hoesch-Museum Hoeschmuseum_Logo_ProjektLogo

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