Das Be­gleit­pro­gramm – Ar­chiv – Au­gust bis De­zem­ber 2015

Dienstags bei Hasan und den Enkeln

 

Stand: 08.12.2015

Begleitprogramm zur Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ vom 16. August 2015 bis 28. Februar 2016 im Hoesch Museum und im Haus der Vielfalt

Sonntag, 16. August 2015 – 10:30 im Hoesch-Museum:
Eröffnung der Ausstellung

Dienstag, 25. August 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Auftakt mit einem großen Musiker und Musiklehrer
Ramanathan Yogaraj: Indian Drums

Dienstag, 1. September 2015 – 18:30 Uhr im Hoesch-Museum
Deniz Utlu: Die Ungehaltenen

Samstag, 5. September 2015:
Das zusammen hier Sommerfest

Mittwoch, 16. September 2015- 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Romeo Franz Ensemble: Hot Swing

Dienstag, 22. September 2015 (verschoben):
Münsterstraße trifft Hasan und die Enkel

Dienstag, 13. Oktober 2015 – 18-20 Uhr im großen Saal der Auslandsgesellschaft NRW:
„HEIMAT- Heimaten – Heimatlos?“ – Gespräch zwischen den Enkeln und der sog. Ersten Generation der Arbeitsmigration der 60er- und 70er- Jahre zu ihren „Heimaterfahrungen“

Dienstag, 27. Oktober 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Bildungsrecht für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung
U.a. mit Prof. Dr. Lothar Krappmann und Daniela Schneckenburger

Dienstag, 3. November 2015 – 18 Uhr im Hoesch-Museum:
Wolfsburg – „das größte italienische Dorf jenseits der Alpen“
Rocco Artale und Dr. Anne von Oswald

Dienstag, 10. November 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Günter Wallraff: Ganz unten und
Arbeitsmigration heute: Bau und Reinigungsgewerbe,
Ali-Ekber Koşan, Industriegewerkschaft BAU

Dienstag, 17. November 2015 – 18 Uhr im Hoesch-Museum:
Lütfiye Güzel & 2-Seiten

Freitag, 20. November 2015 – 17 Uhr im Hoesch-Museum:
Früh an der Seite von Migranten und Flüchtlingen: Peter Kühne

Dienstag, 24. November 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
„Zigeunerboxer“ . Ein Theaterstück

Dienstag, 1. Dezember 2015 – 18 Uhr im Hoesch-Museum:
Fernweh – Heimweh: Guido Schlösser Trio feat. Rose L.

Donnerstag, 3. Dezember 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Anti – Rassismus als kommunale Aufgabe – aber wie?

Freitag, 4. Dezember 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:
Palästina: Flucht in die Fremde – Ankunft ungewiss

Dienstag, 8. Dezember 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Geplant – Terminänderung wahrscheinlich
Songs of Gastarbeiter – AYKU

Samstag, 12. Dezember 2015 – 14-19 Uhr u.a. mit Musik im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Von Guinea nach Dortmund. Erzählt von Guineanern

Samstag, 12. Dezember 2015 – 17-19 Uhr im Haus der Vielfalt:Wird verschoben auf Januar 2016
Hatice Akyün: Was ist Heimat & Einmal Hans mit scharfer Sauce

Dienstag, 12. Januar 2016 -18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Jubril Sulaimon: Wahre Lüge. Theaterstück

 

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Sonntag, 16. August 2015 – ab 10:30 im Hoesch-Museum

Eröffnung der Ausstellung

Hoesch-Museum, um 10:30 Uhr

Kurze Führung: Michael Dückershoff, Kurator des Hoesch-Museums

Willkommen: Götz Kalthoff, Stellv. Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.

Grußwort: Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW

Ein Ausstellungsprojekt mit vielfältigen Perspektiven: Dr. Wilfried Kruse, Kurator

Die Ausstellung: Dr. Ümit Koşan, Kurator und Geschäftsführer des VMDO

Nach der Eröffnung der Ausstellung im Hoesch-Museum, erfolgt die gemeinsame Fahrt mit der U-Bahn 44 zum Haus der Vielfalt.

Haus der Vielfalt, um 12:15 Uhr

Kurze Führung: Dr. Ümit Koşan, Kurator und Geschäftsführer des VMDO

Willkommen: Jeyakumaran Kumarasamy, Vorsitzender VMDO

Grußwort: Ullrich Sierau, Schirmherr und Oberbürgermeister der Stadt Dortmund

Die Ausstellung: Michael Dückershoff

Musikalische Begleitung an beiden Orten und während der Bahnfahrt:
Time Gorgiev und Zlate Gorgiev

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Dienstag, den 25. August 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt

Auftakt mit einem großen Musiker und Musiklehrer
Ramanathan Yogaraj: Indian Drums

Schon als kleines Kind lernte er von seinem Vater Mrudangam zu spielen – eine südindische Trommel. Während seiner Studienzeit kamen noch andere einheimische Schlaginstrumente hinzu, wie Tabla, Kanjira – eine kleine Trommel, ähnlich wie ein Tambourin, Ghatam – eine Art Tontopf – und Mosring, eine traditionelle südindische Mundharfe und viele andere. Er begleitete u.a. Yehudi Menuhin und Stephan Grapelli und spielte zusammen mit dem London Philhormonic Orchestra.

Ramanathan Yogaraj
Ramanathan Yogaraj

In Zusammenarbeit mit dem Tamilischen Kulturverein e.V. Dortmund, Mitglied im VMDO e.V. VMDO Logo

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Dienstag, 1. September 2015 18:30 Uhr im Hoesch-Museum:

Deniz Utlu: Die Ungehaltenen

Deniz Utlu liest aus seinem Debütroman „Die Ungehaltenen“, der seit seinem Erscheinen vor einem Jahr große Aufmerksamkeit gefunden hat und im Juni 2015 für die Bühne des Gorki-Theaters in Berlin aufbereitet wurde.

Deniz-Utlu-Buch-Cover
Cover, Deniz Utlu „Die Ungehaltenen“

 

Die Ungehaltenen„, das sind zwei türkische Gastarbeiterkinder der zweiten Generation, die sich bei der offiziellen Feier zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens begegnen.
Die Ungehaltenen“ – der Titel von Deniz Utlus Roman ist doppelsinnig. „Es sind beide Bedeutungen: Ungehaltensein einmal im Sinne von Wut, Verärgerung, aber auch Haltlosigkeit, nicht gehalten werden von der Gesellschaft, nicht gehalten werden vom Leben und nach Halt suchen„, erklärt der Autor und Publizist in einem Gespräch.

Deniz-Utlu
Deniz Utlu, Foto: Ullstein Buchverlage

Deniz Utlu wurde in Hannover geboren, lebt in Berlin, schreibt.

Hierzu auch: die Besprechung von Angela Paul-Kohlhoff im ECHO der Vielfalt

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Samstag, 5. September 2015 – ab 16 Uhr:

Das zusammen hier Sommerfest im Haus der Vielfalt

Beuthstr. 21, 44147 Dortmund
Tel. 0231 / 28 67 82 40
info@vmdo.de

Unter anderen mit:

TKD Tanzgruppe goes Bollywood

TKD-Tanzgruppe_800px

Bouba Kanté und seine Mandenrootsband

Mandenrasta-Manderootsband

Halden Music

Halden-Music
Foto: www.halden-music.de

Afrolight

Band-Afrolight

Transorient Orchestra

TransorientOrchestra_1_web
Foto: Andreas Heuser

ilap priya

Foto: Thirukkumaran Kathiravetpillai
Foto: Thirukkumaran Kathiravetpillai

Ein Sommerfest zu „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ zusammen mit der Flüchtlingsunterkunft Adlerstraße.

VMDO Logo

Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt – West
Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt West

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Mittwoch, 16. September 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt

Romeo Franz Ensemble: Hot Swing

Der Musiker Romeo Franz (47) war Meisterschüler des großen Sinti-Geigers Schnuckenack Reinhardt. Seit mehr als 20 Jahren ist er mit seinem eigenen Ensemble erfolgreich. Für das Berliner „Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas“ komponierte er die Melodie „Mare Manuschenge“.Romeo-Franz-Ensemble

Romeo Franz und sein Ensemble zählen zu den bekanntesten und authentischsten Vertretern der Musik deutscher Sinti. Die Mischung aus traditionellem Gipsy-Jazz ala Django Reinhardt und ihrer ganz eigenen Art der Interpretation geben dem Romeo Franz Ensemble ihren unverwechselbaren Stil, dem sie Ihren Erfolg zu verdanken haben.

In Zusammenarbeit mit: DEW21

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Dienstag, den 22. September 2015 (verschoben)

Münsterstraße trifft Hasan und die Enkel

Vom 15. August bis zum 25. Oktober 2015 läuft im Studio des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund die Ausstellung „Die Münsterstraße, Dortmunds buntes Pflaster“. Diese Straße war schon seit der Industrialisierung die Passage der Einwanderung, deren erste Station zumeist die Nordstadt war und ist. Es liegt also nahe, in einer gemeinsamen Vereinstaltung dieser Wechselbeziehung und ihren verschiedenen Aspekten mit Bedacht nachzugehen und auch Zukunftsbilder zu entwerfen. Ein detailliertes Programm folgt.

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund Logo Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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Dienstag, 13. Oktober 2015 – 18-20 Uhr im großen Saal der Auslandsgesellschaft NRW, Steinstr. 48 44147 Dortmund

„HEIMAT- Heimaten – Heimatlos?“

Heimat ist das zentrale Thema dieser Wochen in Rundfunk und Fernsehen.
Zwei Ausstellungen zur Migrationsgeschichte des Ruhrgebietes widmen sich diesem Begriff

„Onkel Hasan“ & „Glückauf in Deutschland“

Wir laden ein für den 13.Oktober 18 -20 UHR
zum Gespräch zwischen den Enkeln und der sog. Ersten Generation der Arbeitsmigration der 60er- und 70er- Jahre zu ihren „Heimaterfahrungen“ in den großen Saal der
Auslandsgesellschaft NRW, (Steinstr. 48 44147 Dortmund)

„Onkel Hasan trifft Glückauf“

Die beteiligten Jugendlichen an der Ausstellung „Onkel Hasan“ fordern den Plural von Heimat.
Sie sind Kinder verschiedenster Einwandererfamilien und mit mehreren Kulturen aufgewachsen.

Die ehemaligen Jugendlichen, heute über 60 Jahre, deren Leben die Ausstellung „Glückauf in Deutschland“ beschreibt, kamen 1964 als 13- und 14-jährige aus der Türkei zur Lehre in den Ruhr-Bergbau und wurden von deutschen „Pestalozzi“-Familien betreut. Auch für sie gab es zwei Lebens-Welten, zwei Heimaten, zwei Kulturen.

Haben die einen immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen, wenn es z.B. um Ausbildung geht, hatten die anderen viel Sorgfalt und Hilfe für die Teilhabe an Ausbildung, Nachbarschaft und Alltagsleben.
Im gemeinsamen Gespräch wird erkundet, was gerade aus dieser Erfahrung für heute immer noch gilt: Willkommen ist mehr als ein Dach und ein Sprachkurs.
Mit dieser Veranstaltung soll ein Dialog der Generationen über Heimat, Glück, Probleme, Zukunft, Erfahrungen, Zuhause-sein, auch Fremd-sein beginnen.

Moderation: Barbara Eifert
Institut für Gerontologie an der TU Dortmund

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Dienstag, 27. Oktober 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt

„Bildungsrecht für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung“

Ein Gespräch u.a. mit:

  • Prof. Dr. Lothar Krappmann, von 2003 bis 2011 einer der dreizehn sachkundigen Mitglieder im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes
  • Daniela Schneckenburger, Dezernentin für Schule, Jugend und Familie der Stadt Dortmund

Bildung und Teilhabe ist ein Thema, das sich durch die gesamte Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ hindurch zieht. Es erhält durch die vielen jungen Geflüchteten, die in unsere Stadt kommen, große Aktualität. Kindertagesstätten, Schulen, außerschulische Bildungsorte und Ehrenamtliche sind nicht in ausreichender Weise darauf vorbereitet, Kinder und Jugendliche vom ersten Tag an qualifiziert beim Ankommen und Lernen in Deutschland zu unterstützen. Aber: Kitas und Schule können gerade für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung die zentralen Orte sein, an denen sie Sicherheit, Willkommensein, eine Kultur der Gleichwertigkeit, Gemeinschaft erfahren und eine neue Sprache lernen. Es gibt bei hierher geflohenen Kindern und Jugendlichen einen massiven und unaufschiebbaren Bildungsbedarf.

Foto: GEW.de
Foto: GEW.de

Zu einem Gespräch zu diesem aktuellen und brisanten Thema trifft sich Schul-, Jugend- und Familien-Dezernentin Daniela Schneckenburger, die u.a. für die große Zahl der unbegleiteten jungen Geflüchteten zuständig ist, mit Prof. Dr. Lothar Krappmann (Berlin). Bis 1999 war Krappmann als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin beschäftigt, er saß der Sachverständigenkommission für den 10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung vor und war zehn Jahre lang sachverständiges Mitglied im UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes.

Lothar Krappmann ist auch Mitglied der Initiative Bildungsrecht für Kinder mit Fluchterfahrung: Jetzt!, die von der Freudenberg Stiftung ausgeht und an der eine Reihe von weiteren Organisationen beteiligt ist. Den Basistext findet man unter: www.freudenbergstiftung.de (pdf)

 

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Freudenberg Stiftung Freudenberg-Stiftung

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Dienstag, 3. November 2015 – 18 Uhr im Hoesch-Museum:

Wolfsburg – „das größte italienische Dorf jenseits der Alpen“
Rocco Artale und Dr. Anne von Oswald

Mehr als 35.000 italienische Arbeiter, zusammen mit ihren Familien rund 60.000 Menschen, kamen insgesamt seit 1962 in die Stadt. Heute haben noch etwa 6.500 Einwohner einen italienischen Pass. Die Volkswagen AG praktizierte ein „Rotationsmodell“: die „Gastarbeiter“ wurden nur für eine begrenzte Dauer, meist für in Jahr beschäftigt, und dann durch weitere Angeworbene ersetzt. Viele blieben aber auch nach dem Anwerbestopp in Wolfsburg.

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Rocco Artale, Foto: MEDIA klausmohrs.de

Rocco Artale war einer der ersten, die aus Italien angeworben wurden. Später dann Ratsherr und 1. Bevollmächtiger der IG Metall und heute auch Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg.

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Anne von Oswald, Foto: Berlin-braucht-dich.de

Anne von Oswald ist Historikerin und Sozialwissenschaftlerin und war und ist forschend oder beratend aktiv im Feld der Teilhabe von Migrantinnen und Migranten. Von 1994 bis 1998 erforschte sie im Rahmen eines Projekts „Die Entwicklung und Bedeutung von Arbeitsmigranten in der BRD am Beispiel des Volkswagenwerkes“. Veröffentlichungen von Artikeln und Broschüren
und die Mitgestaltung einer Ausstellung der IG Metall Wolfsburg zum Thema folgten.
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Dienstag, 10. November 2015 –18 Uhr im Haus der Vielfalt

Günter Wallraff: Ganz unten und
Arbeitsmigration heute: Bau und Reinigungsgewerbe
Ali-Ekber Koşan, Industriegewerkschaft BAU

Ganz unten ist ein am 21. Oktober 1985 erstmals erschienenes, international erfolgreiches Buch des Autors und Journalisten Günter Wallraff, das Menschenrechtsverletzungen und Ausländerfeindlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland in den frühen 1980er Jahren darstellt.

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Anzeigen wie diese wurden im März 1983 von Wallraff in mehreren Zeitungen geschaltet

Das Werk schildert, wie Günter Wallraff in der Rolle des Türken Levent (Ali) Sigirlioğlu (in späteren Ausgaben Sinirlioğlu genannt) in Deutschland verschiedene Arbeiten annimmt und dabei vielerorts Ausbeutung, Ausgrenzung, Missachtung und Hass erfährt.

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Foto: Blog Zeit.de

Dies ist eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fritz-Hüser-Gesellschaft Dortmund: Fritz-Hueser-Gesellschaft-Logo
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Dienstag, 17. November 2015 – 18 Uhr im Hoesch-Museum:

Lütfiye Güzel & 2-Seiten

Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren, ist Lyrikerin und Autorin. Ihre bisherigen drei Bücher sind beim Verlag Dialog-Editon in Duisburg erschienen. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit leitet sie auch Schreibworkshops, u. a. für die Zentralbibliothek Duisburg. Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem erstmals vergebenen Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet.

Luetfiye-Guezel
Ich werde die ganze Stadt mit meinem Herzschlag zum Stillstand bringen! Foto: ekg-essen.de

2-Seiten. Wir befinden uns in den frühen 90er Jahren, als der in Dorsten geborene 2-Seiten zum ersten Mal mit Hip Hop in Berührung kommt. Der türkischstämmige Junge ist sofort gefesselt von seinen Klängen. Die Freundschaft zur Crew Kein Exil animiert ihn irgendwann dazu, seine eigene Musik zu schreiben.
Neben seinem Dasein als Rapper ist 2-Seiten als Poetry Slammer in ganz Deutschland unterwegs. Dementsprechend anspruchsvoll gestalten sich seine Texte: Locker-leichte Hörkost ist etwas anderes. 2-Seiten beleidigt keine Mütter, sondern rappt Bars, bei denen man auch zwischen den Zeilen lesen muss. „Ich leg‘ meine Energie und die Liebe in die Kreativität.“ Das hört man.

2-Seiten
2-Seiten, Foto: laut.de

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Dortmund logo-literaturhaus-dortmund

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Freitag, 20. November 2015 – 17 Uhr im Hoesch-Museum: Eber­hard­straße 12, 44145 Dortmund

Früh an der Seite von Migranten und Flüchtlingen: Peter Kühne

Gesprächsrunde

am: Freitag, den 20. November 2015
um: 17 Uhr
im: Hoesch-Museum, Eberhardstr. 12, 44145 Dortmund ( U-Bahn-Haltestelle: Westfalenhütte)

Um eine Anmeldung wird gebeten

Peter Kühne
Peter Kühne

Peter Kühne (1935 – 2015) hat früh und dann kontinuierlich den Finger in die gesellschaftliche „Wunde“ des Umgangs mit Migranten und Flüchtlingen gelegt: freundlich, aber bestimmt und beharrlich. Und hat sehr viel dazu beigetragen, dass sich die Gewerkschaften dieser Frage geöffnet haben.

Eine wichtige Dortmunder Persönlichkeit. Seit 1971 an der Pädagogischen Hochschule Ruhr, war die Sozialakademie von 1975 bis 1997 Zentrum seines Wirkens als Hochschullehrer. Viele, die später in Gewerkschaften und in der Sozialen Arbeit Aufgaben übernahmen, haben bei ihm studiert.- Eine Säule im Ausstellungsteil im Hoesch-Museum erinnert an ihn.

Nihat Öztürk, Kollege und Freund von Peter Kühne und heute 1. Bevollmächtigter der IG Metall Düsseldorf-Neuss wird durch das Gespräch führen, das wichtige Felder der Arbeit und des Engagements von Peter Kühne aufgreifen soll: die Arbeit mit und für Migrantinnen und Migranten in den Gewerkschaften, das Eintreten für Geflüchtete, das Engagement gegen Diskriminierung und Rassismus, aber auch Peter Kühne als Lehrer.

Um eine Anmeldung wird gebeten unter kruse@sfs-dortmund.de .

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Dienstag, 24. November 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt:

„Zigeunerboxer“. Ein Theaterstück

Das Theaterstück „Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger beruht auf einer wahren Geschichte: Der Sinto-deutsche Johann Wilhelm „Rukeli“ Trollmann wurde 1933 Deutscher Meister im Halbschwergewicht und war ein Ausnahmetalent des deutschen Boxsports. Aufgrund seiner Wurzeln wurden ihm jedoch als sogenannten „undeutsch boxenden Zigeuner“ im Nationalsozialismus Erfolg und sozialer Aufstieg verwehrt. Er wurde 1944 im KZ Wittenberge ermordet.

Es spielt: Folkert Dücker in einer Inszenierung von: Annette Dorothea Weber

COMMUNITY art CENTER Mannheim

Zigeunerboxer

In Zusammenarbeit mit der

Freudenberg-Stiftung

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Dienstag, 1. Dezember 2015 -18 Uhr im Hoesch-Museum:

Fernweh – Heimweh: Guido Schlösser Trio feat. Rose L.

Lieder aus den 50er und 60er Jahren: über fremde Länder, Urlaub und Arbeit

fernweh-palmenGuido Schlösser, Klavier, ist seit Jahrzehnten Musiker und insbesondere im Jazz im Ruhrgebiet eine bekannte Persönlichkeit. Der Pianist und Komponist bewegt sich im Grenzbereich zwischen Neuer Musik, freier Improvisation und Jazz.

Harald Eller, Bass, absolvierte ein klassisches Gitarren- und Kontrabassstudium in Wuppertal.Von 1986 -1989 Bassist der Deutsch-Rock-Band Grobschnitt. Seit 1995 Mitglied der Wuppertaler Gruppe Ufermann.

Michael Peters-Thöne, Schlagzeug, Studium klassisches Schlagzeug an der Hochschule für Musik in Dortmund danach Aufenthalt an der Creative Music Studio in Woodstock (New York), Meisterschüler von Max Roach. Seit 1975 Mitglied zahlreicher Jazz-Bands.

Rose L. ,Gesang. Sie hat eine Stimme, die man heute nicht mehr alle Tage hört. Ihr geht es beim Interpretieren immer um den Song. Sie will dem Zuhörer die Stimmung und das Gefühl für das Lied nahebringen.

In Zusammenarbeit mit

Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V. im "Evinger Schloss"
Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet e.V. im „Evinger Schloss“

und

DEW21

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Donnerstag, 3. Dezember 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt (U-Bahn Ofenstr):

Anti – Rassismus als kommunale Aufgabe – aber wie?

Diskussion und Erfahrungsaustausch: Aladin El-Mafaalani, Hartmut Anders-Hoepken, VertreterInnen von Kommunalen Integrationszentren mit Christiane Bainsky

Rassismus und Ausländerfeindlichkeit vergiften das Zusammenleben und gefährdet Menschen. Viele bürgerschaftliche Initiativen stellen sich gegen Rassismus. Und die Städte und Kreise? Die Kommunen können nicht gleichgültig bleiben. Das Integrationsgesetz NRW von 2012 macht Teilhabe und Integration zur gemeinsamen Aufgabe von Land und Kommunen. Dort heißt es u.a. : „Ziel dieses Gesetzes ist, … 2. jede Form von Rassismus und Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen zu bekämpfen.“ Also auch und besonders wichtig „vor Ort“. Aber wie? Das ist Thema dieser Veranstaltung.

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Foto: Migazin

Es wird eine Abfolge von Gesprächsrunden geben, an denen sich Vertreter von Kommunalen Integrationszentren aus NRW und von Migrantenorganisationen beteiligen. Hartmut Anders-Hoepken, der Sonderbeauftragte des Dortmunder Oberbürgermeisters für Vielfalt, Toleranz und Demokratie wird über die Erfahrungen und Konzepte in Dortmund berichten, Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Münster) den Kontext beleuchten, in dem zu handeln ist. Das Gespräch führt Christiane Bainsky, Leiterin der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen integrationszentren.

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani ist Soziologe und lehrt an der FH Münster und forscht u.a. am ZEFIR in Bochum zu einem breiten Spektrum von Fragen, die mit der Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte zu tun haben. 2013 wurde er mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien und einem der Deutschen Studienpreise der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Zahlreiche Veröffentlichungen (http://homepage.rub.de/aladin.el-mafaalani/ ).

Eine Veranstaltung gemeinsam mit:

Logo-KI

und

Stadt Dortmund
MIA-DO
Kommunales Integrationszentrum Dortmund

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Freitag, 4. Dezember 2015 -18 Uhr im Haus der Vielfalt:

Palästina: Flucht in die Fremde – Ankunft ungewiss

Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ stellt Arbeitsmigration in den Zusammenhang von Migration – Aus- und Einwanderung – insgesamt, erzählt also z.B. auch von Flucht und Exil. Hieraus ist die Idee entstanden, im Rahmen des vielfältigen Begleitprogramms zur Ausstellung eine kleine Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel

Niemand geht ohne Grund

anzubieten. Sie richten sich an jene, die mehr über die jeweiligen Herkunftsländer wissen wollen und vor allem darüber, welches die Gründe waren und sind, von dort wegzugehen. Wir starten die Reihe mit Palästina.

Palästina: Flucht in die Fremde – Ankunft ungewiss

Mitglieder der Palästinensischen Gemeinde Dortmund im VMDO berichten.

Außerdem wurde Hakam Abdel-Hadi حكم عبد الهادي eingeladen, der einen Vortrag zum historischen Hintergrund und zur aktuellen Situation halten wird.

Karte-Palaestina-IsraelHakam Abdel-Hadi wurde 1939 in Jenin, im Norden Palästinas, geboren und wanderte 1958 nach Deutschland aus. Er war über vierzig Jahre als Journalist tätig, u.a. bei der Deutschen Welle in Köln, wo er für Nahost und die arabische Welt zuständig war. Als Medienfachmann hat er nach 1994 die palästinensischen Medien in Ramallah mit aufbauen geholfen. Heute lehrt er als Dozent an der Universität Birzeit im Westjordanland.

Eine Veranstaltung gemeinsam mit der
Palästinensischen Gemeinde Dortmund

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Dienstag, 8. Dezember 2015 – 18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:
Geplant – Terminänderung wahrscheinlich

Songs of Gastarbeiter – AYKU

Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ (im Hoesch-Museum und im Haus der Vielfalt) wird durch ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt und vertieft. Mit Musik, Theater, Lesungen, Diskussionen. In der Ausstellung selbst gibt es schon etwas „auf die Ohren“, nämlich Beispiele des Sounds der 1. Generation der Arbeitsmigranten und der Generation der Enkel. Eine Säule im Haus der Vielfalt erhält die Geschichte des Sounds, der Migration immer begleitet hat. Deshalb ist diese Veranstaltung ein richtiges Highlight:

Songs of Gastarbeiter

Der Berliner Autor Imran Ayata und der Münchner Theatermacher und DJ Bülent Kullukcu – sind sind AYKU – haben in Archiven gewühlt und Musiksammlungen ihrer Eltern und Freunde durchforstet, um Songs der ersten Einwanderergeneration zu finden.

Ayku
AYKU

Das Ergebnis: Hunderte Lieder Made in Almanya, die von den ersten Jahrzehnten der Einwanderung in Deutschland handeln. Die Songs wandeln zwischen Arabesk, Blues und Disko-Folk, mixen die Sprachen und laden zum Tanzen ein.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung dazu : ” “Es ist ein Schatz, vielleicht der größte, der seit langem in Deutschland gehoben wurde, musikalisch, da man bei den meisten Liedern sofort lostanzen will, aber auch, was die deutsche Einwanderungsgeschichte angeht.”
AYKU machen für uns DISCO.

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Samstag, 12. Dezember 2015 – 14-19 Uhr u.a. mit Musik im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Von Guinea nach Dortmund. Erzählt von Guineanern

In der Reihe von Veranstaltungen unter dem Titel Niemand geht ohne Grund

Afrika-Guinea

Eingeladen sind: Herr Massaran Diemory Kouyaté aus Bonn, Herr Mohamed Sadibou Camara aus Hagen und Herr Alhassane Diallo aus Witten.

Berichte und Hintergrundinformationen, Musik und Kunst in bunter Reihe. Außerdem werden auch Getränke & Essen aus Guinea angeboten. Verstand, Herz und alle Sinne sind also im Spiel.

Moderation: Alpha Ousmane Barry

14:00 – 15:00 Film über Guinea
15:00 – 15:30 Grußwort von Herrn Dr Ümit Koşan (Geschäftsführer von VMDO e.V.)
15:30 – 16:00 Geographie und Geschichte Guineas (Herr Diemory Kouyaté)
16:00 – 16:30 Sozialpolitische Lage von Guineanern (Herr Alassane Diallo)
16:30 – 17:00 Immigration von Guineanern (Herr Mohamed Sadibou Camara)
17:00 – 17:30 Fragen und Antworten über Guinea
17:30 – 18:00 Pause: 100% kulinarische Spezialitäten aus Guinea
18:00 – 19:00 Traditionelle Musik aus Guinea

Flyer als Download

Eine Veranstaltung gemeinsam mit

AGASCA e.V. im VMDO e.V.

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Samstag, 12. Dezember 2015 – 17-19 Uhr im Haus der Vielfalt: Wird verschoben auf Januar 2016

Hatice Akyün: Was ist Heimat & Einmal Hans mit scharfer Sauce

Hatice Akyün, in Duisburg-Marxloh geborene Journalistin und Buchautorin, hat sich mit vielen Kommentaren in Zeitungen und Zeitschriften und mit Büchern einen Namen gemacht, besonders gerne wohl auch bei Themen, wo sie „Halteverbote“, sprich Tabus, sieht. Auch in der eigenen „Community“, also bei den nach Deutschland eingewanderten Türken.

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Hatice Akyün. Foto: wikipedia.de

Wir freuen uns, dass auf ein Nachmittagsgespräch zu uns kommt.

Hatice Akyün liest aus Essays und aus ihren Büchern, es gibt eine Gesprächsrunde und es werden Ausschnitte aus der Verfilmung (2013) ihres Romans „Einmal Hans mit scharfer Sauce“ gezeigt.

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Foto: Flux-Film

Übrigens: Die Veranstaltung mit Hatice Akyün wird von 15 bis 17 Uhr und von 19 bis 21 Uhr umrahmt von einer anderen Begleitveranstaltung: Niemand geht ohne Grund – Von Guinea nach Dortmund. Erzählt von Guineanern. Beides zusammen macht einen kontrastreichen Nachmittag aus, an dem man vielleicht doch Berührungspunkte entdecken kann.

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Dienstag, 12. Januar 2016 -18 Uhr im Haus der Vielfalt, Beuthstr. 21, 44147 Dortmund:

Jubril Sulaimon: Wahre Lüge. Theaterstück

Ein Mann zwischen zwei Identitäten, zwischen Wahrheiten, zwischen Arm und Reich und vor allem zwischen Leben und Tod. Er weiß, wer er ist, aber kann nicht sein, wer er will: „Ich lebe, also fliehe ich. Ich fliehe, also bin ich. Nett, mich ich hier zu sehen.“ Mit viel Glück in Europa angekommen, erwartet ihn die EU-Passkontrolle – dargestellt als Streitgespräch der zwei Pässe / Identitäten, die er sich notgedrungen zugelegt hat. Er will nicht mit der falschen Identiät weiterleben. Wenn er aber seinen echten Pass beansprucht, so wird sein Asylantrag abgelehnt und er muss wieder zurück in das Horror-Szenario seiner Heimat. Sehnsuchts- und angstvolle Rückblicke in die verlorene Heimat, Bemühungen um Integration in der neuen Umgebung – so erleben wir ein Theaterstück über einen Mann, der seine katastrophale Heimat als verlorenes Paradies bezeichnet. Jubril Sulaimon verkörpert mit spielerischer Leichtigkeit verschiedene Charaktere und schafft durch groteske Überzeichnung humorvolle Elemente. Die ihm eigene poetische Sprache wird durch Yoruba-Songs und Tanz bereichert.

Foto-Sulaimon

Seit 23 Jahren arbeitet Jubril Sulaimon in Deutschland. Als Schauspieler stand er auf allen großen Bühnen der Bundesrepublik, als Autor, Regisseur und Geschichtenerzähler setzt er immer wieder spannende Akzente. Momentan spielt er in Mülheim am Theater an der Ruhr in der Produktion „Rückkehr in die Wüste“.

Dauer des Stückes ca. 60 Minuten

Begrüßung: Gerda Kieninger, MdL, Vorsitzende des AWO Unterbezirks Dortmund

Gemeinsam mit: Awo-Unterbezirk-Do

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